Quartier Gare-Lac, St-Blaise

Das Gebiet um den Bahnhof St-Blaise-Lac gilt als strategisches Entwicklungsgebiet. Es grenzt direkt am historischen Dorfkern und liegt an der stark befahrenen Kantonsstrasse (RC5). Das Gebiet ist sehr kleinparzelliert und unternutzt. Verkehrlich gibt es diverse Anforderungen (Busführung, Veloabstellplätze usw.), der Gewässerraum des Dorfbachs soll erweitert werden. Die Bevölkerung und Grundeigentümerschaft unterstützen zwar eine Verdichtung des Gebiets, neue Entwicklungen sollen aber ortsbezogen und dörflich sein.

Mit einem Variantenstudium wurden drei Entwicklungsambitionen und deren Auswirkungen aufgezeigt und zur Diskussion gestellt. Das ausgewählte Konzept sieht Arealentwicklungen vor an wichtigen Orten mit hohen Anforderungen (z.B. um den Bahnhofplatz). Weitere Entwicklungen sind parzellenorientiert, was zum dörflichen, kleinteiligen Charakter passt. Damit konnten einerseits komplexe Anforderungen berücksichtigt werden (z.B. Endstation Trolleybuslinie, Erweiterung Schulhaus, Verbreiterung Gewässerraum Dorfbach, Umgang Parkierung) und andererseits der ortsbauliche Bezug zum historischen Dorf gestärkt werden. Es gibt eine dichte, aber kleinteilige Gebäudestruktur, wertvoller Bausubstanz bleibt erhalten. Die 3 alten Gassen zum Dorfkern werden aufgewertet als durchgehende Fussverbindungen. Auf Basis des Konzepts wurde der Zonenplan angepasst, wurden Massnahmen für das Agglomerationsprogramm definiert und wurde die Haltung der Gemeinde zur Umgestaltung der Kantonsstrasse gestärkt.

Projekttitel:

Étude sectorielle Gare-Lac-Village, St-Blaise

Team:
  • Atelier CORSO GmbH (Federführung; Städtebau, Architektur, öffentlicher Raum, Nutzungen, Denkmalpflege)
  • Team+ (Verkehr)
Auftraggeber:
  • Gemeinde St. Blaise