Ziegelbrückstrasse Niederurnen

Auch im dörflichen Kontext ist entlang Hauptverkehrsstrassen eine hohe Baukultur möglich! Der Rahmenplan für die Ziegelbrückstrasse in Niederurnen zeigt auf, wie die wichtigste Strasse im Dorf zum Rückgrat einer lebenswerten Dorfentwicklung wird.

Die Ziegelbrückstrasse verbindet der Dorfkern von Niederurnen mit dem Bahnhof Ziegelbrücke und dem Jenny-Areal, einer der wichtigsten Transformationsgebiete der Gemeinde. Die Strasse gilt als wichtige Velo- und Freizeitachse (u.a. nationale Mountainbike-Route), es verkehren mehrere Postautolinien.

Um Qualitäten zu sichern, stehen nicht Zonen oder allgemeine Leitsätze, sondern ortsspezifische Strukturen im Vordergrund. Mit der Gliederung in den drei Abschnitten «Dorfkern», «Mittelstück» und «Bahnhofsquartier» wird auf den spezifischen Kontext reagiert. So gibt es im Dorfkern eine dichte, kleinteilige Häuserstruktur mit Schrägdächern und eine dörfliche Gebäudesetzung, womit kleine Nischen und Vorplätze am Strassenraum entstehen. Wegen des engen Strassenquerschnitts gibt es Mischverkehr und Temporeduktion. Im Mittelstück wird eine Pflichtbaulinie vorgeschlagen, mit der Auszeichnung von Eckhäusern an den wichtigen Querungen und Kreuzungen.

Dank des integralen Ansatzes werden Bebauung, Freiraum, Erschliessung und Nutzungsanordnung aufeinander abgestimmt. So wird Verkehr zur Qualität und der Rahmenplan zu einem raumwirksamen Planungsinstrument.

Projekttitel:

Rahmenplan Ziegelbrückstrasse, Niederurnen

Team:
  • Atelier CORSO GmbH (Städtebau, Raumplanung, Architektur, Gestaltung, Mobilität)
Auftraggeber:
  • Gemeinde Glarus-Nord