Neue Altstadt Arbon
Die Altstadt von Arbon wurde seit der Eröffnung der Umfahrungsstrasse stark vom Durchgangsverkehr entlastet. Mit dem Projekt «Neue Altstadt Arbon» wird diese Verkehrsentlastung für eine integrale Aufwertung genutzt.
Dabei geht es einerseits um das Verkehrsregime und die Strukturierung der Nutzungen im gesamten Altstadtbereich. So gilt innerhalb der Altstadt flächendeckend T20 (Begegnungszone). Parkgaragen befinden sich am westlichen und östlichen Rand der Altstadt, die aus allen Richtungen über die Umfahrung gut erreichbar sind. MIV-Durchgangsverkehr wird dadurch vermieden. Gleichzeitig wird eine Konzentration der Zentrumsnutzungen im direkten Umfeld der 5 eng vernetzten Stadtplätze (Markt-, Fischmarkt-, Kirch-, Storchen- und Schlossplatz) vorgeschlagen, um Synergien und Fussverkehrsfrequenzen zu nutzen. Schliesslich wird auch das Seeufer besser mit der Altstadt vernetzt, womit die Interaktion zwischen beide Räume, insbesondere im Sommer, gestärkt wird.
Andererseits geht es um die Umgestaltung der Freiräume. Sie stützt das Verkehrsregime und die Nutzungsstruktur, trägt aber auch bei zur Identität und in Wertsetzung des mittelalterlichen Charakters der Altstadt. Historisch repräsentative Orte – wie der Römerhof – werden durch eine flächige Pflästerung inszeniert. Die Gestaltung des Stadtraums erfolgt von Fassade zu Fassade unter Berücksichtigung der diversen Nutzungen: so gibt es für EG-Nutzungen flexible, breite Vorbereiche, es gibt Orte für Anlieferung und Kurzzeitparkplätze. Ein zentrales Thema ist die Aufenthaltsqualität und das angenehme Stadtklima. Es gibt eine starke Begrünung, entsiegelte Flächen und viele Sitzmöglichkeiten.
Dorfzentrum Gränichen